Kinoprogramm München : Genre 'Dokumentarfilm'

Auf der Suche nach Ingmar Bergman

Ingmar Bergmans "Das siebente Siegel" war der Film, der Margarethe von Trotta für das Kino begeisterte und den Wunsch in ihr weckte, selbst Regisseurin zu werden. Jahre später schließt sich der Kreis, als Bergman ausgerechnet von Trottas "Die bleierne Zeit" als einen der Filme benennt, die ihn am meisten geprägt haben. Anlässlich des 100. Geburtstags des schwedischen Regisseurs folgt von Trotta seinen Spuren und offenbart durch ihren sehr persönlichen Blick auf sein Leben völlig überraschende Seiten der genialen Filmikone.
-> Kinoprogramm Auf der Suche nach Ingmar Bergman

Augenblicke: Gesichter einer Reise

Die 89-jährige Regie-Ikone Agnes Varda und der 33-jährige Streetart-Künstler JR machen sich mit ihrem einzigartigen Fotomobil auf, um Frankreichs Menschen und ihre Geschichten zu entdecken und zu verewigen: in überlebensgroßen Porträts an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern. Von der Provence bis zur Normandie widmen sie ihre Kunst den Menschen – sei es dem Briefträger, dem Fabrikarbeiter oder der letzten Bewohnerin eines Straßenzugs im ehemaligen Bergbaugebiet. Landschaften verwandeln sich in Bühnen, Gesichter erzählen von vergessenen Geschichten und aus Blicken werden Begegnungen von Herzlichkeit und Humor.
-> Kinoprogramm Augenblicke: Gesichter einer Reise

B12 - Gestorben wird im nächsten Leben

Das Rasthaus B12 an der gleichnamigen bayerischen Bundesstraße ist scheinbar ein Ort der Bedeutungslosigkeit. Bei näherem Hinschauen aber erweist es sich als ein Platz, an dem die großen Lebensthemen verhandelt werden: Liebe, Tod, Freundschaft und Weißwürste. Die Doku begleitet über ein Jahr hinweg Menschen, die auf dem Areal an der B12 leben und arbeiten, weitere, die nur kurz auf der Durchreise anhalten, und wieder andere, welche Dauergäste sind.
-> Kinoprogramm B12 - Gestorben wird im nächsten Leben

Guitar Driver

Den österreichischen "Extremgitarristen" Karl Ritter hat der notierte Klang nie gereizt. "Spielen, nicht Üben" ist sein Credo. Schon als Kind berührte er erstmals Stahlsaiten. Unter dem Pseudonym Leopold Karasek spielte er in Kurt Ostbahns "Chefpartie". Es folgten weitgespannte Ausflüge in grobe und in sanfte Landschaften, per Resonator-, E- und Westerngitarre. Zurzeit führt ihn seine Reise durch eine Welt phantastischer Sounds, die seine Gitarren - nahezu - von selbst erzeugen: Schwingungen, Vibrationen, Rückkoppelungen, bizarre Gebilde vom Feinsten. Der Film folgt Karl Ritters Spuren, im Alltag und bei seinen Auftritten im Laufe eines Jahres. Beginnend mit seinem Projekt "Weiße Wände", das er mit Christian Reiner und Herbert Pirker ins Leben gerufen hat, bei seinem Auftritt bei der ARS-Electronica in Linz, bei der Aufführung seiner Komposition "Soundritual", einer kosmischen Klangreise, in der Kirche von Stockerau, zu der er die wichtigsten Avantgarde-Musiker Österreichs geladen hat. Auch bei selten gewordenen Auftritten mit der Band "Kurt Ostbahn und die Kombo" ist die Kamera dabei sowie bei einem Konzert mit Otto Lechner begleitend zur Ausstellung über ihre gemeinsame Afrikareise. Eine Probe mit Schauspielerin Anne Bennent für ihr Poesie-Konzert "Comment dire", sein jährliches Geburtstagskonzert mit Mamadou Diabate im legendären Porgy und Bess sind weitere Stationen der filmischen Reise. Einblicke in Karls Privatleben, seine Geschichte, seine Lebensweisheit verschmelzen zu einem Musikfilm, in dem Zuhören und Zusehen eine Wechselbeziehung eingehen, bestimmt von beeindruckenden akustischen Passagen und bildgewaltigen Montagen, die Karl und seine Heimat in allen Jahreszeiten beleuchten.
-> Kinoprogramm Guitar Driver

Love, Cecil

Faszinierender Dandy und Jahrhundertfotograf: Cecil Beaton (1904 – 1980) ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, der seiner Zeit weit voraus war. Ob als Fotograf für die VOGUE oder den britischen Hof, Kostümdesigner oder Innenarchitekt: Beaton war ein absolutes Multitalent und faszinierte diesseits und jenseits des Atlantiks die oberen Zehntausend. Er kleidete Audrey Hepburn ein, porträtierte Marilyn Monroe, Greta Garbo gehörte mit zu seinem engsten Umfeld. Sein künstlerisches Schaffen prägte Generationen und inspiriert noch heute.
-> Kinoprogramm Love, Cecil

Mantra - Sounds into Silence

Reise nach innen und gleichzeitig weltweite Bewegung: Die Dokumentation zeigt, wie intensiv Klänge in einer pausenlos kommunizierenden Welt wirken können. Auf der Suche nach Konzentration, Gemeinschaft und Verbindung wenden sich international zahllose Menschen einer uralten Form des menschlichen Zusammentreffens zu – dem gemeinsamen Singen. Eine Form dieses Phänomens ist der so genannte „Kirtan“, bei dem Mantras gesungen werden. Dienten die traditionellen Klangformeln aus Indien im Westen anfangs lediglich der Untermalung von Yogastunden, erreicht ihre Kraft nun ein breites Publikum – bis hin zu Grammy-Nominierungen für die im Film portraitierten Szenestars wie Deva Premal & Miten, Krishna Das, Jai Uttal und Dave Stringer. Auf Konzerten, Festivals, in Alltagssituationen und ungewöhnlichen Locations wie dem San Quentin Prison bei San Francisco zeigt der Film, wie sich beim Chanten Grenzen auflösen und Menschen wieder zu sich selbst finden: In hinreißenden Bildern und mitreißenden Sounds, frei von Esoterik und voller Begeisterung für das Leben.
-> Kinoprogramm Mantra - Sounds into Silence

Maria by Callas

Mit ihrer Kunst und ihrem Privatleben stand die Operndiva Maria Callas zu Lebzeiten stark im Fokus der Öffentlichkeit. 40 Jahre nach ihrem Tod erzählt sie ihre Geschichte erstmals in ihren eigenen Worten: Aus Archivmaterial hat der Regisseur Tom Volf ein sehr persönliches Porträt des Weltstars gewoben. Den roten Faden bildet dabei ein unveröffentlichtes TV-Interview aus dem Jahr 1970. Abgerundet wird die Erzählung durch insgesamt 10 ausgesungene Arien.
-> Kinoprogramm Maria by Callas

Papst Franziskus: Ein Mann seines Wortes

Im Zentrum dieses Portraits, das eher als eine persönliche Reise mit, als ein Film über Papst Franziskus angelegt ist, stehen Gedanken des Pabstes: Alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformstreben innerhalb der Kirche. Das visuelle Konzept des Films zeigt den Pabst von Angesicht zu Angesicht. Ein Gespräch zwischen ihm und -im wahrsten Sinne des Wortes- der Welt entsteht. Pabst Franziskus teilt seinen Visionen einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen.
-> Kinoprogramm Papst Franziskus: Ein Mann seines Wortes

Ryuichi Sakamoto: Coda

Ryuichi Sakamoto ist einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit. Seine sagenhafte Karriere umspannt über vier Jahrzehnte. In den späten 70ern erfindet er mit seiner Band Yellow Magic Orchestra den japanischen Techno-Pop, veröffentlicht als Solo-Künstler erste Alben zwischen elektronischer, klassischer und Weltmusik und wird als Shooting Star gefeiert. In den 80er und 90er Jahren komponiert er legendäre Soundtracks für "Merry Christmas, Mr. Lawrence", "Der Himmel über der Wüste" und "Little Buddha". Für die Filmmusik zu "Der letzte Kaiser" wird er 1987 mit dem Oscar ausgezeichnet. Bis heute gibt Sakamoto seiner Musik über Kollaborationen mit anderen wegweisenden Komponisten, Regisseuren und Konzeptkünstlern immer wieder neue Impulse. Seit der Atomkatastrophe von Fukushima engagiert er sich zudem stark als Umweltaktivist und gilt als einer der Wortführer der Anti-Atomkraft-Bewegung in Japan. Regisseur Stephen Nomura Schible hat den Komponisten seit 2012 mit der Kamera begleitet. 2014 wird bei Sakamoto Mundrachenkrebs diagnostiziert, und der Musiker bricht alle Projekte ab. Als die Dreharbeiten weitergehen können, zieht Sakamoto vor dem Hintergrund der ökologischen Situation seines Heimatlandes und seiner persönlichen Lebenskrise Resümee. Archivmaterial aus dem vielgestaltigem Künstlerleben stellt der Film neben aktuelle Bilder, in denen der Komponist mit neuen Kräften wieder zurück zu seiner Arbeit findet, zurück zu seiner Suche nach Klängen, die der Wahrnehmung unserer Welt neue Wege eröffnen, zurück zu einem neuen musikalischen Ausdruck.
-> Kinoprogramm Ryuichi Sakamoto: Coda

Sternenjäger - Abenteuer Nachthimmel

Der ungetrübte Blick in den Sternenhimmel ist im Zeitalter extensiver Beleuchtung nur in den entlegensten Gegenden möglich. Die international renommierten Astrofotografen zieht es an Orte, an denen das Licht unserer Zivilisation die Sterne nicht verblassen lässt: Sie gehen auf die Jagd nach Meteoritenschauern in den australischen Outbacks, sie reisen auf der Iceroad zu den Polarlichtern Nordkanadas, in die Atacama Wüste und auf die Hochebenen bis über 5000 Meter nach Chile. Weitere Expeditionen führen sie ins winterliche Norwegen auf der Suche nach geheimnisvollen Lichtern und zur totalen Sonnenfinsternis auf die indonesischen Molukken. Auf ihren Reisen treffen die Fotografen auf die Ureinwohner der Regionen und erfahren viel über die Bedeutung des Sternenhimmels in deren Kultur, müssen aber auch immer wieder mit vielen Hindernissen und Widrigkeiten kämpfen und verbringen Nächte in der Wildnis. Belohnt werden die Sternenjäger mit unglaublich schönen Landschaften und den atemberaubenden Himmelsbildern, die sie mit ihren Kameras einfangen.
-> Kinoprogramm Sternenjäger - Abenteuer Nachthimmel

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

50.000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko - ein bunter und besonders authentischer Film über die außergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.
-> Kinoprogramm Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt


Das aktuelle Münchner Kinoprogramm:

79 aktuelle Kinofilmevon / mit