Kinoprogramm München : Genre 'Dokumentarfilm'

Alp-Con Cinema Tour

-> Kinoprogramm Alp-Con Cinema Tour

B12 - Gestorben wird im nächsten Leben

Das Rasthaus B12 an der gleichnamigen bayerischen Bundesstraße ist scheinbar ein Ort der Bedeutungslosigkeit. Bei näherem Hinschauen aber erweist es sich als ein Platz, an dem die großen Lebensthemen verhandelt werden: Liebe, Tod, Freundschaft und Weißwürste. Die Doku begleitet über ein Jahr hinweg Menschen, die auf dem Areal an der B12 leben und arbeiten, weitere, die nur kurz auf der Durchreise anhalten, und wieder andere, welche Dauergäste sind.
-> Kinoprogramm B12 - Gestorben wird im nächsten Leben

Being Mario Götze

Grimme-Preisträger Aljoscha Pause begleitete den Weltmeister Mario Götze 7 Monate lang mit der Kamera. Die Langzeit-Dokumentation zeigt dabei nicht nur Götzes sportlichen Alltag und seinen Kampf um ein WM-Ticket. Sie gibt auch weitreichende Einblicke in sein privates Leben. Mit zahlreichen prominenten Weggefährten und Angehörigen blickt der Film zurück auf die Anfänge, die großen Erfolge und die Krisen des Dortmunders und thematisiert erstmals auch ausführlich Götzes Krankheitsgeschichte. Der 5-malige Deutsche Meister schildert detailreich und offen wie nie zuvor seinen Blick auf den Fußball und das Leben und lässt den Zuschauer so erahnen, was es bedeutet, Mario Götze zu sein.
-> Kinoprogramm Being Mario Götze

Dark Eden

Fort McMurray verfügt über riesige Ölsandvorkommen und verspricht dank Fracking die höchsten Jahreseinkommen Kanadas. Doch wie hoch ist der Preis, den Mensch und Umwelt dafür zahlen müssen?
-> Kinoprogramm Dark Eden

Das Prinzip Montessori: Die Lust am Selber-Lernen

Der Dokumentarfilm taucht ein in die Welt der geistigen Autonomie des Menschen, die Maria Montessori vor 100 Jahren erstmals ausformulierte. Als der Filmemacher Alexandre Mourot zum ersten Mal Vater wird, kommen eine ganze Menge neuer Fragen auf ihn zu. Sobald sie laufen kann, möchte seine Tochter alles entdecken und vor allem – auf eigene Faust und ohne Hilfe. Dabei gibt es allerlei Gefahren, die jedem Erwachsenen den Angstschweiß auf die Stirn treiben: an der Kante kann man stolpern, von der Leiter lässt es sich gut fallen oder von der Treppe schön herunterpurzeln. Alexandre Mourot fragt sich, was treibt meine Tochter eigentlich an und wie soll ich mich dazu verhalten? Als er feststellt, wie groß die Fortschritte seiner Tochter sind, wenn er sie einfach gewähren lässt und ihre eigenen Energien respektiert, beginnt er sich für die Montessori-Pädagogik zu interessieren. Ausgerüstet mit seiner Kamera besucht er Frankreichs ältestes Montessori-Kinderhaus. Hier trifft er auf glückliche Kinder, die die Vorteile ihrer Freiheit genießen und doch sehr diszipliniert ihren "Aufgaben" nachgehen. Ob lesen, Brot backen, rechnen lernen, schlafen oder spielen – die Erzieher bleiben sehr diskret und im Hintergrund. Es sind die Kinder, die dem Regisseur durch ihre Entwicklung eine ganz eigene Dramaturgie vorgeben und so zu den eigentlichen Erzählern ihrer Geschichte werden.
-> Kinoprogramm Das Prinzip Montessori: Die Lust am Selber-Lernen

Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings

Thomas Haemmerli hielt sich für einen linken Freigeist. Bis er feststellen mußte: sein Verhalten sorgt für die Umwandlung ganzer Stadtviertel. In dem ihm eigenen, persönlichen, bisweilen sarkastischen und ausgesprochen witzigen Stil verarbeitete er diese Erkenntnis zu einer klugen und unterhaltsamen Betrachtung zum Thema Wie sollen und wollen wir wohnen? Wie sollen unsere Landschaften und Städte in Zukunft aussehen? Stimmt es, daß die Reichen immer die weniger Zahlungskräftigen verdrängen und dadurch "Ghettos" entstehen? Und was hat das alles mit Sao Paulo zu tun?
-> Kinoprogramm Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings

Die Legende vom hässlichen König

Man nannte ihn den hässlichen König. Ein Mythos, ein Held, eine Filmlegende. Wer war Yilmaz Güney? Ein hochtalentierter Regisseur? Ein Revolutionär? Ein Mörder? Ein Genie oder ein Verrückter? Der junge Regisseur Hüseyin Tabak ist auf der Suche nach Antworten. Dabei leitet er die Nachforschungen über ein Skript, welches von dem kurdischen Filmemacher aus der Türkei handelt. Güney wurde zu einer Gefängnisstrafe von mehr als 100 Jahren verurteilt. Hauptsächlich aus politischen Gründen aber auch für den Mord an einem Richter. Er begann damit Filme aus dem Gefängnis zu machen. Sein bekanntester Film 'Yol' gewann sogar den Palme d’Or im Jahre 1982. Tabak besuchte eine Vielzahl von Ländern, dort traf er Güneys Familie und seine Schauspieler, renommierte Filmemacher wie Michael Haneke und Costa Gavras, ehemalige Mitinsassen und Menschen auf der Straße, die Güney immer noch als Helden ansehen.
-> Kinoprogramm Die Legende vom hässlichen König

Die Tortur

-> Kinoprogramm Die Tortur

Disobedience - Ungehorsam

-> Kinoprogramm Disobedience - Ungehorsam

Durch die Wand - The Dawn Wall

Spitzenkletterer Tommy Caldwell hat seine eigene Methode Rückschläge zu überwinden, als er als Erster die 1000 Meter hohe, senkrechte Felswand Dawn Wall im Yosemite Nationalpark in den USA zu erklimmen versucht. Die atemberaubende Dokumentation zeigt die waghalsige Erstbesteigung der Dawn Wall, die weltweites Medieninteresse hervorgerufen hat. Von der Kamera begleitet leben Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson 19 Tage lang an der Felswand. Um den über knapp 1000 Meter hohen Felsen zu bezwingen, schlafen, essen und klettern sie dabei stets über einem hunderte Meter tiefen Abgrund.
-> Kinoprogramm Durch die Wand - The Dawn Wall

Elternschule

Wie gehen wir richtig mit unseren Kindern um – und mit uns selbst? Wie „ticken“ Kinder? Was brauchen sie von uns Erwachsenen – und was nicht? Für Antworten auf diese und viele weitere Fragen begleiten wir Kinder und ihre erschöpften Eltern durch ihre Zeit in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Abteilung "Pädiatrische Psychosomatik". Hier lernen die Eltern ihre Kinder neu kennen – und finden oft erst hier heraus, wie das geht: Gute Erziehung.
-> Kinoprogramm Elternschule

Ex Libris: Die Public Library von New York

Mit über 51 Millionen Medien ist die New York Public Library eine der größten Bibliotheken der Welt. Doch das 1911 eröffnete Haus ist mehr als ein altehrwürdiges Archiv des Wissens, Sammelns und Bewahrens von Informationen – es ist ein vielschichtiger und lebendiger Ort des Lernens. Dokumentarfilm-Legende Frederick Wiseman ist mit seiner Kamera tief in den Kosmos der New York Public Library eingedrungen.
-> Kinoprogramm Ex Libris: Die Public Library von New York

Fly Rocket Fly

Eine Geschichte wie aus dem Märchenbuch: Lutz Kayser, ein schwäbischer Ingenieur träumt seit Kindertagen von den Sternen. Gemeinsam mit einer eingeschworenen Gruppe Tüftler gründet er 1975 die OTRAG (Orbital Transport und Raketen Aktiengesellschaft) – das weltweit erste private Raumfahrtunternehmen. Beraten von Wernher von Braun entwickelt Kaysers Start-Up eine Billigrakete, wobei er auf eine einfache Bauweise setzt und unter anderem einen VW-Scheibenwischermotor als Triebwerksregulierung verwendet. Auf der Suche nach einem geeigneten Startplatz verpachtet der afrikanische Diktator Mobutu Sese Seko den Entwicklern im damaligen Zaire ein Gebiet von der Größe der ehemaligen DDR. Hier errichtet die OTRAG einen eigenen Weltraumbahnhof – ein "German Cape Canaveral" mitten im kongolesischen Dschungel, inklusive eigener Metzgerei und Marihuana-Plantage. Doch als die OTRAG Mitte der 1970er-Jahre erfolgreich mehrere Raketen in den Himmel schießt, kommt es zur weltpolitischen Krise. Denn deutsche Raketen – auch wenn sie nur den afrikanischen Regenwald überfliegen – werden 30 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs nicht gerne gesehen. Was als Abenteuer begonnen hat, verwandelt sich allmählich in einen Albtraum.
-> Kinoprogramm Fly Rocket Fly

Funeral Parade of Roses

Pita, Osamu Ogasawara, Yoshio Tsuchiya
Eine formal überaus fantasie- und anspruchsvolle Produktion. (Lexikon des Internationalen Films)
Die Dragqueens Eddie und Leda buhlen um die Gunst des Nachtclubbesitzers und Dealers Gonda, der sich schließlich für Eddie entscheidet. Leda begeht Selbstmord. Eddie sehnt sich gleichzeitig nach ihrem Vater, der früh die Familie verlassen hatte. Sie ermordet ihre Mutter und deren Liebhaber um später festzustellen, dass ihr Liebhaber Gonda ihr Vater ist, der sich als er dies herausfindet umbringt. Der Film ist eine Interpretation der Ödipus-Sage, in Abwandlung zum Original liebt hier der Sohn den Vater.
-> Kinoprogramm Funeral Parade of Roses

Furusato - Wunde Heimat

Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima ist eine geteilte Stadt. Ein Teil liegt in der evakuierten 20-Kilometer-Sperrzone um den havarierten Reaktor, im übrigen Teil gilt die Stadt nach der Reaktorkatastrophe von 2011 trotz viel zu hoher Strahlenwerte weiterhin als bewohnbar. Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen. Warum? In Japan hat Heimat eine tiefe Bedeutung. Die Landschaft, in die man geboren wird, trägt der Mensch ein Leben lang in sich. Sie prägt ihn, sie ist ihm heilig: sie ist ein 'Furusato'. So fühlen sich die verbliebenen Bewohner der Gegend um Fukushima verantwortlich - für ihre Heimat, die Aufrechterhaltung ihrer Traditionen, ihre Mitmenschen oder Tiere. Menschen wie der Aktivist Bansho, die junge Pferdezüchterin Miwa oder die ältere Frau Noda - sie alle bleiben in der Heimat, mit zum Teil bereits spürbaren Folgen für ihre Gesundheit. Wobei nicht alle von ihnen diese Entscheidung freiwillig treffen - Entschädigungszahlungen für ihre unbewohnbaren Häuser haben nur Wenige erhalten, Andere - wie die Familie von Miwa - haben keinerlei Hilfen bekommen. Sie können es sich schlicht nicht leisten zu gehen. Wie auch den Schulkindern, die im Chor "ich liebe Fukushima, ich gehe hier nicht weg" singen, bleibt ihnen keine andere Wahl, als in der verstrahlten Heimat zu bleiben.
-> Kinoprogramm Furusato - Wunde Heimat

Gayby Baby

Einblick in das Leben sogenannter "Gaybys", den Kindern gleichgeschlechtlicher Paare: Allein unter Frauen versucht Gus für sich herauszufinden, was es bedeutet ein "Mann" zu sein. Ebony sucht ihre Stimme als Sängerin und einen Ort, wo ihre homosexuelle Familie akzeptiert wird. Matt fragt sich wie der Gott, den seine lesbischen Mütter anbeten, diese gleichzeitig in die Hölle verdammen kann. Und Graham kämpft mit einer Leseschwäche und mit dem Umzug seiner Zwei-Vater-Familie nach Fidschi, wo Homosexualität gesellschaftlich nicht akzeptiert ist.
-> Kinoprogramm Gayby Baby

Mein Stottern

Birgit (34) stottert seit früher Kindheit, eigentlich souverän. Doch bei einem Kinobesuch von 'The King's Speech' wird sie von "ihrem" Thema eingeholt. Ein quälend langer Stotter-Block der Filmfigur und Gelächter im Publikum genügen, um bei Birgit altbekannte Gefühle auszulösen. Trotz ihres ersten Impulses, alten Mustern zu folgen und aus dem Kinosaal zu laufen, will sich Birgit dem eigenen Stottern auf neue Weise stellen und endlich Frieden damit schließen.Bestärkt durch ein persönliches Treffen mit David (77), dem Autor von 'The King's Speech', wagt Birgit den intensiven Austausch mit anderen Menschen, in deren Leben Stottern ebenfalls eine Rolle spielt. Mit Birgits altem Bekannten Volker (46) zum Beispiel, der nach Jahren erstmals wieder eine Stottertherapie beginnt und seinen Symptomen dadurch mehr und mehr die Anstrengung nehmen kann. Für Birgit, die selbst Erfahrungen mit eher ineffizienten Therapien gemacht hat, ist das sehr bereichernd. Benedikt begegnet Birgit erstmals als 16jährigem Schüler und begleitet ihn bis ins Studium. Er macht ihr mit starkem Stottern und ausgeprägtem Selbstbewusstsein deutlich, welch Leichtigkeit gelebte Inklusion in Situationen bringen kann, die Birgit selbst als höchst problematisch erfahren hat. Durch Gerald (48) lernt Birgit eine ganz andere Umgangsweise mit dem Stottern kennen: In seinem Schreiben von Gedichten vermutet sie nicht nur eine Strategie des Vermeidens und Kompensierens, sondern vor allem Geralds individuellen Weg, sich das Wort zu verschaffen und frei zu kommunizieren. Dass Alexande (53) mit Hilfe einer Stottertherapeutin für seine nächste Filmrolle lernen will, möglichst natürlich zu stottern, ist für Birgit zunächst ziemlich irritierend. Dennoch entschließt sie sich, Alexanders Lernprozess zu unterstützen. Ob Birgit nach all ihren Begegnungen tatsächlich am Ende ihrer Suche nach Versöhnung mit dem eigenen Stottern angekommen ist, bleibt offen. Doch für die Dauer ihrer Reise lässt sie sich von Volker, Benedikt, Gerald, Alexander und anderen mitreißen. Sie erlebt Verbundenheit sowie Konflikt. Ein differenziertes Bild des Phänomens Stottern entsteht.
-> Kinoprogramm Mein Stottern

No Man's Land - Expedition Antarctica

Die Antarktis ist der kälteste, trockenste, windigste und höchste Kontinent der Erde. Die einzigen Menschen, die sich ins Inland der Antarktis begeben, sind einerseits Wissenschaftler, andererseits Bergsteiger und Sportler die den Mt. Vinson (einer der sieben Summits) besteigen oder zum Pol marschieren. Die extreme Kälte und Trockenheit, sowie das Wüstenklima, machen es praktisch unmöglich, im Inneren der Antarktis Ski zu fahren. Gerade diese Unmöglichkeit zieht die beiden Freerider und Abenteuerer Matthias"Hauni" Haunholder und Matthias Mayr magisch an. Gemeinsam mit Filmer Johannes Aitzetmüller begeben sie sich auf Expedition, um ohne externe Unterstützung, faszinierende Berge zu finden und diese mit Skiern zu befahren. Das Trio legt dabei mehr als 150km zu Fuß und mit Kites zurück und findet am Ende viel mehr als sie jemals erwartet hätten. In der absolut faszinierenden Landschaft können sie steilste Flanken befahren und dies gleichzeitig auf Film bannen.
-> Kinoprogramm No Man's Land - Expedition Antarctica

Papst Franziskus: Ein Mann seines Wortes

Im Zentrum dieses Portraits, das eher als eine persönliche Reise mit, als ein Film über Papst Franziskus angelegt ist, stehen Gedanken des Pabstes: Alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformstreben innerhalb der Kirche. Das visuelle Konzept des Films zeigt den Pabst von Angesicht zu Angesicht. Ein Gespräch zwischen ihm und -im wahrsten Sinne des Wortes- der Welt entsteht. Pabst Franziskus teilt seinen Visionen einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen.
-> Kinoprogramm Papst Franziskus: Ein Mann seines Wortes

Power to Change - Die EnergieRebellion

Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters. Der Film beleuchtet das Jahrhundertprojekt der Energiewende. Was bedeutet die Energiewende für die Bürger? Wo liegen die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Chancen? Wo die Probleme und Risiken? Der Film greift die persönlichen Geschichten von Menschen auf, die die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensgrundlage selbst in die Hand nehmen.
-> Kinoprogramm Power to Change - Die EnergieRebellion

Shut Up and Play the Piano

Chilly Gonzales: preisgekrönter Komponist, Klaviervirtuose und Entertainer. Bei seinen Auftritten stellt er Kammermusik ganz selbstverständlich neben Rap und Elektronik. Er ist der unverschämte Pop-Performer, der ungebeten in Bademantel und Pantoffeln im Elfenbeinturm der Klassik abhängt. Als exzentrischer Musiker ist er Inspirationsquelle für so unterschiedliche Künstler wie Feist, Jarvis Cocker, Peaches, Daft Punk und Drake. Veränderung ist die einzige Konstante in Gonzales' künstlerischem Output. Jedes Mal, wenn sein Publikum glaubt, ihn durchschaut zu haben, vollzieht er einen radikalen Stilwechsel und bricht mit Erwartungen.
-> Kinoprogramm Shut Up and Play the Piano

Sympathisanten - Unser Deutscher Herbst

In eindringlichen, emotionalen Bildern, kombiniert mit zeitgenössischen Dokumenten und in Gesprächen mit seiner Mutter Margarethe von Trotta sowie seinem Stiefvater Volker Schlöndorff erzählt Felix Moeller von einer aufgeladenen Epoche in den 1970er Jahren - der "Deutsche Herbst" als Familiengeschichte, Filmgeschichte und Gesellschaftsporträt. Margarethe von Trotta gewährt im Film erstmals Einblicke in ihre privaten Tagebücher aus dieser Zeit. Zu Wort kommen, neben den Eltern des Regisseurs, Daniel Cohn-Bendit, Peter Schneider, Rene Böll, Christof Wackernagel, Marius Müller-Westernhagen, Karl-Heinz Dellwo und weitere Weggefährten.
-> Kinoprogramm Sympathisanten - Unser Deutscher Herbst

Unser Saatgut: Wir ernten, was wir säen

Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Samen. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind sie die Quelle allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns, geben uns Kleidung und liefern die wichtigsten Rohstoffe für unseren Alltag. In Wirklichkeit sind sie das Leben selbst. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta, Bayer und Monsanto kontrollieren mit genetisch veränderten Monokulturen längst den globalen Saatgutmarkt, sodass immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Samenvielfalt kämpfen. Der Dokumentarfilm folgt diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht (weiter)bestehen kann.
-> Kinoprogramm Unser Saatgut: Wir ernten, was wir säen

Various Voices - 5 Tage im Mai

-> Kinoprogramm Various Voices - 5 Tage im Mai

Waldheims Walzer

Waldheim nein, Waldheim nein! skandiert eine Menschenmenge 1986 im Zentrum von Wien. Ruth Beckermann war eine der AktivistInnen, die die Wahl des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim zum österreichischen Bundespräsidenten verhindern wollten und begab sich mit Kamera und Mikrophon hinein in die Abgründe der österreichischen Seele. Mehr als 30 Jahre später analysiert sie mit ihren eigenen Bildern und mit einer Fülle an Archivmaterial diesen Wendepunkt der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Die Lücken in seiner Kriegsbiographie und die konsequente Auslassung unangenehmer Wahrheiten führten Waldheim mitten hinein in ein Lügennetz, in dem er sich aussichtslos verstrickte. Je deutlicher die Vorwürfe des Jüdischen Weltkongresses zu einer Sensibilisierung der Weltöffentlichkeit führte, desto erfolgreicher erwies sich in Österreich die Mobilisierung eines dumpfen Wir-Gefühls mit antisemitischen Untertönen. Trotz der Tatsache, dass eine ganze Generation die Wahrheit kannte, war Österreich bis dahin so geschickt wie erfolgreich, sich selbst und der Welt vorzutäuschen, es sei das erste Opfer der Nazis gewesen. Diese Lebenslüge, die in Sonntagsreden, Büchern und Heimatfilmen jahrzehntelang reproduziert worden war, brach nun in sich zusammen. 30 Jahre liegen diese Ereignisse zurück und sind beklemmend aktuell. Ein Lehrstück über das Schüren von Emotionen, über die Schaffung von Feindbildern und über den medial ausgetragenen Kampf, die Deutungshoheit über die Fakten zu erlangen. Doch letztlich erwies sich der Wahlsieg für Waldheim als Niederlage. Er blieb international isoliert, und das offizielle Österreich öffnete sich einer kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
-> Kinoprogramm Waldheims Walzer

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

50.000 Kilometer per Anhalter, über die Ozeane mit dem Schiff und Nachwuchs in Mexiko - ein bunter und besonders authentischer Film über die außergewöhnliche Reise eines jungen Paares, das in den Osten loszog, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkunden sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.
-> Kinoprogramm Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Why Are We Creative?

Die Dokumentation zelebriert die besten Kreativen der Welt und nimmt die Zuschauer mit auf eine unterhaltsame und überraschende Odyssee in die Welt der Kreativität. Der Film basiert auf dem „Why Are You Creative“-Projekt des Regisseurs Hermann Vaske und ist eine einzigartige Reise durch die verschiedenen Facetten der Kreativität: künstlerisch, intellektuell, philosophisch und wissenschaftlich. Mit dabei sind Regisseure wie Wim Wenders und David Lynch, Musikerinnen und Musiker wie Björk und Bono, Künstlerinnen und Künstler wie Marina Abramovic und Damien Hirst, Modemacherinnen wie Vivienne Westwood, Schauspielerinnen wie Angelina Jolie und Isabella Rossellini, Schauspieler wie Willem Dafoe, Sean Penn und John Cleese, Staatsmänner wie Nelson Mandela und Mikhail Gorbatschow, Wissenschaftler wie Stephen Hawking, religiöse Führer wie der Dalai Lama und Gesamtkunstwerke wie David Bowie. Alles in allem hat Vaske n 30 Jahren Kreativgespräche mit über 50 Nobel- und Filmpreisträgern geführt.
-> Kinoprogramm Why Are We Creative?


Das aktuelle Münchner Kinoprogramm:

143 aktuelle Kinofilmevon / mit